Von Augsburg nach Bruck am Ziller

Zufällig und definitiv nicht geplant brachen wir genau 6 Monate nach unserer ersten Abreise von Augsburg im Mai jetzt am 25.11.2025 erneut in Augsburg auf. Dieses Mal sollte es auch wirklich in Richtung Süden gehen.

Augsburg bis Leibertingen

Ulm

Unser Weg führte uns zunächst nach Ulm. Im nahegelegenen Wiblingen machten wir einen kurzen Fotostopp am ehemaligen Kloster. Eine Besichtigung des Klosters ist nicht möglich, da es inzwischen eine Pflegeschule inkl. Unterkünften ist. Die Basilika war zudem wegen Baumaßnahmen geschlossen.
Dann ging es mitten in die Stadt Ulm hinein. Am Bahnhof stellten wir unseren Genuss-Bus ab und ab ging es zu Fuß in die Altstadt. Wie in vielen Städten war auch in Ulm bereits der Weihnachtsmarkt im vollen Gange. Überall lockten Stände mit leckeren Speisen, Glühwein und Punsch. Als Besonderheit gibt es auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt eine Krippe mit echten Eseln und Schafen, sehr zur Freude von Andrea, die kaum noch zu halten war. Und ein Märchenpavillon mit beweglichen Steiff-Tieren. Das ist echt süß gestaltet.
Nur schwerlich konnten wir den Versuchungen auf dem Weihnachtsmarkt widerstehen und besichtigten stattdessen das Ulmer Münster. Den noch höchsten Kirchturm Europas konnten wir wegen Baumaßnahmen leider nicht, bzw. nicht vollständig, besteigen. Daher sparten wir uns den Eintritt. Vom Münster aus ging es in die Gassen der Altstadt mit vielen niedlichen Fachwerkhäusern.

Bevor wir weiterzogen, suchten wir Kieser in Ulm auf, um mal wieder zu duschen 😉. Obwohl wir bereits dafür bezahlen, mussten wir vor dem Duschen zusätzlich auch noch Krafttraining machen. So gestärkt ging es noch einmal in die Altstadt von Ulm, da gerade das Wetter etwas besser war, als am Tag zuvor. In einer kleinen Gasse entdeckten wir ein Schild, welches „Ulmer Zuckerbrot“ bewirbt. Da uns dies unbekannt war, fragten wir in der Bäckerei Zaiser nach. Ulmer Zuckerbrot ist ein Hefebrot mit Zucker und Gewürzen wie Anis und Fenchel sowie etwas Rosenwasser. Man könne es sowohl mit Marmelade, aber auch mit deftigem Belag genießen, erklärte man uns. Da konnten wir nicht widerstehen und kauften uns einen Laib.
Am Nachmittag schließlich setzten wir unsere Reise fort und zogen nach Biberach. Da es leider abgekühlt hatte und etwas Schneeregen hinzu kam, suchten wir in Biberach direkt ein Café auf. Als es Zeit wurde, einen Schlafplatz anzufahren, konnten wir noch einige nette Fotos von der Stadt machen. Wir hofften, dass am nächsten Tag besseres Wetter ist, um noch mehr von dem Ort zu sehen.
Zum Abendessen ließen wir uns frisches Dinkelbrot sowie mehrere Scheiben vom Ulmer Zuckerbrot schmecken. Die Bäckerin hatte nicht zu viel versprochen. Das Zuckerbrot war wirklich sehr lecker.

Bad Buchau

Ausgeschlafen und mit Ulmer Zuckerbrot gesättigt ging es wieder in die Altstadt von Biberach. Wir schlenderten durch die vielen Gassen mit alten Fachwerkhäusern und an jeder Ecke gab es neue wunderschöne Fotomotive.
Nachdem wir die Altstadt von Biberach ausgiebig erkundet hatten, setzten wir unsere Reise fort und wollten nach Bad Saulgau fahren. Auf der Fahrt dorthin endeckten wir eines dieser braunen Schilder am Straßenrand, die auf irgendwelche sehenswerten Orte hinweisen. In dem Fall war es eine Welterbestätte. Andrea recherchierte kurz und meinte dann, wir sollten uns das ansehen, da es sich wohl um prähistorische Pfahlbauten handeln soll. Kurzentschlossen bogen wir ab und machten einen Abstecher nach Bad Buchau zum Federsee. Das dortige Museum hatte zwar wegen der Wintersaison nur sonntags geöffnet, dennoch konnten wir dem Federseesteg ins Moorgebiet folgen. Der Bohlensteg führt ca. 1,5 km durch Moorlandschaft bis zum Federsee. Bereits zu Beginn konnten wir mehrere Rehe beobachten. An einer Zwischenstation trafen wir auf verschiedene Enten, Schwäne und Reiher, die sich hier sichtlich wohlfühlten. Ganz am Ende des Stegs öffnet sich das Moorgebiet zum Federsee, wo ebenfalls zahlreiche Schwäne unterwegs waren. Der Federseesteg ist ein echtes Naturparadies und zieht offenbar deshalb auch immer wieder Fotografen mit riesigen Objektiven an.
Von den Pfahlbauten ist hier aber nichts zu sehen. Erst später erfuhren wir, dass etwas weiter südöstlich wohl eine Ausgrabungsstelle existiert. Schade, aber die Landschaft allein ist schon sehenswert.
Ein weiteres Highlight am Federsee ist der Wackelwald. Hier hat sich das Wurzelwerk über dem moorastigen Untergrund derart verflochten, dass es einen tragfähigen Untergrund bildet. Läuft man darüber, schwingt der Boden mit und alles in der Umgebung beginnt zu wackeln. Das Laufen fühlt sich ein wenig an, wie auf einem Boot bei Seegang oder als würde man über eine Hängebrücke laufen. An manchen Stellen konnte man das Schwingen des Bodens sehr deutlich sehen. Andrea bekam glatt einen Lachflash. Was ein tolles Erlebnis. Der Abstecher hatte sich echt gelohnt.

Wegen des ungeplanten Abstechers erreichten wir Bad Saulgau erst am späteren Nachmittag, was aber nicht dramatisch war. Anders als gedacht, ist die Altstadt sehr übersichtlich und war von uns schnell erkundet. So hatten wir noch etwas Zeit, um ein paar Telefonate zu führen und Bilder zu überspielen.
Angesichts des Zeitgewinns, entschieden wir uns, einen Ort aus Andreas Kindheit aufzusuchen und fuhren nach Pfullendorf. Die Altstadt wirkte zwar etwas verschlafen, hat aber viele liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser. Während wir durch die Gassen schlenderten, entdeckte Andrea dann tatsächlich das Haus ihrer Tante, in dem sie viele schöne Stunden verbracht hatte.
Den Rest des Tages zogen wir uns in ein Café zurück, welches durch sein zusammengewürfteltes Mobiliar urgemütlich wirkte. Außerdem standen in allen Ecken und Nieschen kleine Schränkchen und Anrichten mit Kruscht und Nippes und an den Wänden hingen verschiedene Uhren mit Kuckuckswerken. All das kann man auch erweben. Vor allem die Uhren sind alles Unikate.

Burg Wildenstein

Da wir uns für den nächsten Tag mit Andreas Cousins auf der Burg Wildenstein verabredet hatten, verlegten wir unseren Schlafplatz zum kleinen Örtchen Messkirch. So konnten wir am Morgen eine Runde ums Schloß und durch die Altstadt drehen, bevor es über Leibertingen zur Burg hinauf ging.
Dort angekommen mussten wir feststellen, dass wir viel zu früh dran waren. Obwohl, waren wir wirklich zu früh? Nein, eigentlich nicht. So konnten wir noch einem Walderlebnispfad folgen und vorbei an einem Uhu-Gehege einen Waldpfad mit zahlreichen Infotafeln zu den Bäumen und Büschen erkunden. Anschließend wollten wir noch die Burg umrunden und fanden uns plötzlich auf einem steil abfallenden Wanderweg wieder, der uns immer tiefer ins Tal hinab führte. Sprachlos blickten wir die steile Felswand hinauf, auf welcher sich die stattliche Burg erhob. Schon allein wegen der Flechten und Moose an den Bäumen war der Weg überaus spannend. Das neblige Wetter machte das ganze noch dramatischer, auch wenn wir dadurch die Burg nie in ihrer ganzen Größe zu Gesicht bekamen. Schließlich informierten wir uns am Luchspavillion über die erfolgreiche Auswilderung mehrerer Luchse in dem Gebiet und deren Überwachung.
Dann endlich war es soweit. Wir durften die Burg Wildenstein betreten und fühlten uns ganz plötzlich in die damalige Zeit zurückversetzt. Über eine Brücke und durch das Burgtor gelangten wir zunächst in die Vorburg. Von dort ging es über eine weitere Brücke hinüber in die Hauptburg. Im Inneren wartet die Burg noch mit der original erhaltenen Wandbemalung aus dem 16. Jahrhundert auf. Die Burg Wildenstein ist heute eine Jugendherberge und Andreas Cousin ist mit Antonia Glöckler der aktuelle Herbergsvater und Verwalter. Sicherlich ein zeitaufwendiger und anstrengender Job, aber irgendwie auch echt cool, quasi der Burgherr zu sein.
Bei Kaffee, Tee und Apfelflammkuchen wurde über alte Zeiten und unsere Pläne und die Zukunft geredet. Zum Schluss gab es für uns noch eine ganz private Führung durch die Burg mit ihren schmalen Gängen und steilen Treppen, bevor es zum Abendessen nach Leibertingen ging. Während des Essens wurde uns dann noch ein Schlafplatz offeriert. Am Rand eines kleinen Dorfes gibt es einen großzügigen Unterstand, in welchen wir mit Felí hineinpassten und so etwas witterungsgeschützt stehen konnten. Wir hätten dort sogar eine Feuerstelle nutzen können. Noch einmal recht herzlichen Dank für die Genehmigung durch den Besitzer, dort stehen zu dürfen. Es war einer der besten Übernachtungsplätze bisher.

Leibertingen bis Lindau

Salem & Überlingen

Schade, dass wir nicht noch eine Nacht hier verbringen konnten, aber wir wollten ja gerne weiterziehen. Doch zuvor ging es noch einmal nach Pfullendorf. Andreas Cousin dort hatte zufällig passende Schneeketten für unseren Genuss-Bus, die er uns gerne schenken wollte. Jetzt waren wir auch auf Schnee in den Bergen vorbereitet. Wir sind immer wieder geflasht von der Herzlichkeit und Hilfe von Freunden und Verwandten.
Von Pfullendorf ging es dann Richtung Bodensee. In Salem locken in der Sommersaison das Schloss sowie der Affenberg. Jetzt im Winter ist beides geschlossen. Dafür gibt es am Schloss einen von Vereinen organisierten Weihnachtsmarkt. So schlenderten wir durch das Schlossgelände an den Ständen vorbei und genossen Punsch und Wildgulasch, sahen einem Glasbläser bei der Arbeit zu und erfreuten uns an weihnachtlicher Musik.
Zum Abschluss des Tages wollten wir uns noch Überlingen ansehen. Leider war hier alles tot. Der Tourismus beschränkt sich offenbar auf die wärmere Jahreszeit und so waren viele Cafés und Restaurants geschlossen. Am Stadtrand schlüpften wir dann zum Aufwärmen in ein Café und erschraken beim Blick in die Karte. Ein Glas Tee für 3,60 € und ein Stück Kuchen für 5,60 €? Na gut, der Laden schließt ohnehin bald, dachten wir, also zumindest kurz aufwärmen und dann ab zu unserem Schlafplatz.

Den Tag starten wir mit ein wenig Büroarbeit. Dazu zogen wir uns ins Marktrestaurant vom Edeka zurück. Hier bekammen wir günstiges Frühstück, Stromanschluss und WLAN. Bevor wir dann am zeitigen Nachmittag weiterzogen, versorgten wir uns im Supermarkt noch mit verschiedenen Lebensmittel.
Von Überlingen ging es am Bodensee entlang zunächst nach Unteruhldingen. Dort wurden einst prähistorische Pfahlbauten endteckt. Wir hatten gehofft, das extra dafür geschaffene Museum besichtigen zu können. Aber man ist am Bodensee scheinbar der Meinung, dass ab November keine Touristen kommen sollen. Das Museum war geschlossen und es gab nur sehr vereinzelte Gruppenführungen, die vorab zu reservieren sind. Okay, wenn man kein Geld verdienen möchte, dann gehen wir nur zu der Stelle, wo die Pfahlbauten standen. Leider ist davon quasi nichts zu sehen. Stattdessen wurde dort aus Stahl ein Hausgerippe errichtet. Aber der Blick über den Bodensee entschädigt für alles.
Da inzwischen der Abend angebrochen war, wollten wir noch ein wenig über einen Weihnachtsmarkt schlendern. Leider wurden wir von einer netten Dame belehrt, dass es in Uhldingen keinen gibt. Sie meinte aber, dass es in Meersburg einen gäbe. Voller Hoffung steuerten wir daher das Örtchen an. Die Altstadt begrüßte uns auch sogleich mit wunderschönen Häusern und weihnachtlicher Beleuchtung. Doch beim Spaziergang durch die Altstadt zur Burg und dem Schloss, konnten wir keine Anzeichen für einen Weihnachtsmarkt finden. Daher fragten wir in einer Weinhandlung nach. Die Auskunft war ernüchternd. Der Weihnachtsmarkt fand am letzten Novemberwochenende statt. Wir waren also 2 Tage zu spät dran.
So blieb uns nichts weiter übrig, als Richtung Friedrichshafen weiterzuziehen und auf die nächsten Tage zu hoffen.

Friedrichshafen wurde, wie wir erst später erfahren sollten, im 2.Weltkrieg fast vollständig zerstört, da hier Rüstungsteile hergestellt wurden. Daher ist Friedrichshafen, wegen der fehlenden Altstadt, nicht besonders sehenswert. Allerdings gibt es dort ein Zeppelin-Museum, dass über die Geschichte des hier am Bodensee entwickelten Zeppelins informiert. Eines der Hauptthemen war, dass bereits damals durch aufwendige Fotomontagen und Retuschen Bildbearbeitung stattfand, um Menschen im Interesse der Politik zu beeinflussen. So wurde vor allem im 3. Reich der Führer zusammen mit Zeppelinen gezeigt, um Stärke und wirtschaftliche Macht zu demonstrieren. Es wurde daher besonders darauf hingewiesen, Bilder immer kritisch zu beurteilen und deren Symbolkraft nicht zu unterschätzen.
Aber es geht in dem Museum natürlich auch um den Zeppelin selbst. Und wir waren wiederholt überrascht wegen der schieren Größe der Luftschiffe. Einen Großteil des Museums nimmt ein lebensgroßer Teil eines Luftschiffes ein. Die Besucher können im Speisessal Platz nehmen und einen Blick aus dem Fenster riskieren. Auch die Schlafkabinen können in Augenschein genommen werden. Die Ausstattung war für damalige Verhältnisse luxuriös.
In einem der Räume konnten wir dann versuchen, einen Zeppelin am Simulatur zu steuern. Da merkt man erst, wie träge er auf Steuerbefehle reagiert. Dort kann man auch mal einen Teil der Tragkonstruktion aus Aluminium anheben. Wir waren ganz überrascht, dass das Teil so leicht ist und mit nur einem Finger zu tragen ist. Gleich daneben gibt es das gleiche Bauteil, nur aus Kohlefaser. Wenn man dieses anhebt, glaubt man, es würde fast von alleine schweben.
Nach diesem sehr interessanten und informativen Museum schlenderten wir noch über den Weihnachtsmarkt in Friedrichshafen. Hier ließen wir uns verschiedene Käsespätzle und leckere Apfelkichle schmecken. Danach machten wir uns wieder auf den Weg, da wir heute noch Lindau erreichen wollten.
Lindau lockt vor allem mit der Altstadt auf der kleinen vorgelagerten Insel mit Hafenbereich und der Hafenweihnacht. Frank war schon ganz aufgeregt, da er Andrea unbedingt den schnuckeligen Weihnachtsmarkt zeigen wollte. Doch das musste noch etwas warten. Zunächst war Bummeln durch die Gassen angesagt. Als wir schließlich am Hafen ankamen, waren wir perplex, der Weihnachtsmarkt hatte geschlossen. Ein Schild informierte uns dann, dass er nur Do. bis So. geöffnet hat. Okay, dann müssen wir ein anderes Mal wiederkommen und hatten auch schon eine Idee wann.
Gleich am Stadtrand von Lindau fanden wir an einem Waldweg einen netten Platz zum Nächtigen.

Bevor wir wieder etwas für die Homepage tun wollten, ging es noch einmal in die Altstadt von Lindau. Auch bei Tageslicht zeigen sich die netten restaurierten Fassaden von ihrer besten Seite. Außerdem mussten wir am Hafen selbstverständlich über die Mole zum Löwen vorlaufen. Zum Leuchtturm kommt man leider nicht.
Den restlichen Tag nutzten wir fürs Arbeiten und ließen uns dabei kleine Leckereien und Tee vom Bäcker schmecken. Andrea rollte sich sogar in einer kuscheligen Ecke zusammen und machte einen kurzen Powernap. Zum Abschluss kauften wir uns noch ein Dinkelbrot fürs Abendessen und steuerten wieder unseren Schlafplatz von letzter Nacht an.

Lindau bis Bruck am Ziller

Hergensweiler

Heute mussten wir mal wieder früher raus. Da die Lüftung von Felía nach wie vor nicht so richtig funktionierte, hatten wir einen Termin in einer Werkstatt vereinbart, die sich auf Oltimer spezialisiert hat. Den Kontakt hatten wir von Freunden bekommen. Der Chef persönlich nahm sich des Problems an und schaute alles durch. Leider musste er uns dann aber auch wieder wegschicken. Das Problem wird, wie vermutet, das Heizungsventil sein. Da unser Genuss-Bus leider ein Dreiwegeventil hat, das nicht ohne weiteres auf ein Zweiwegeventil umgebaut werden kann, wird unbedingt dieses Bauteil benötigt. Das ist aber gar nicht so leicht zu bekommen. Es wird nicht mehr hergestellt und so ist man auf Restbestände bzw. gebrauchte Teile angewiesen. Und ohne Bauteil keine Reparatur. Dennoch war man so freundlich und recherchierte und telefonierte für uns. Am Ende blieb aber nur die Option, das Bauteil über einen Händler bei Ebay zu erwerben. Sobald es eingetroffen ist, kann es eingebaut werden.
Nach dem, wenn auch erfolglosen, aber dennoch netten Treffen ging es in die kleine Ortschaft Hergensweiler. Hier trafen wir Freunde von Andrea und durften dort auch übernachten. Voller Überraschung bezogen wir dort unser riesiges Gästezimmer mit Schreibtisch, Wohnlandschaft und eigenem Bad. Wow, damit hatten wir nicht gerechnet.
Die Zeit nutzten wir, um noch einige Kleinigkeiten am Genuss-Bus zu erledigen. So bauten wir mit Hilfe der Freunde eine Lüftungsleitung ein, sodass die Standheizung effizienter arbeiten kann und der 2. Temperatursensor an der Batterie für die Ladegeräte wurde montiert. Jetzt ist Felía bestens ausgestattet.
Am Freitag ging es dann noch einmal zu viert nach Lindau, um den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Ansonsten wurde ganz viel gequatscht und an der Homepage gearbeitet.
Doch dann mussten wir ein weiteres Mal lebewohl sagen. Neue Abenteuer riefen nach uns und wir waren schon voller Vorfreude, was uns erwarten würde.

Da wir inzwischen Bescheid bekommen hatten, dass wir in Tirol auf einem Bauernhof für Kost und Logis arbeiten können, war unser nächstes Ziel bereits vorgegeben. Doch bevor wir Deutschland den Rücken kehren wollten, ging es noch nach Bad Tölz. Dort besuchten wir den kleinen Weihnachtsmark in der Altstadt und übernachteten ein letztes Mal in Deutschland.
Wir waren schon ganz aufgeregt, was uns auf dem Bauernhof erwarten würde. Wir wussten nur, dass der Bauer mit seiner Frau, den Eltern und Zwillingen im Alter von 7 Jahren auf dem Hof wohnen und sie mehrere Rinder, Katzen und Hühner haben. Außerdem vermieten sie Zimmer und sind gerade beim Renovieren. Mal sehen, welche Arbeiten wir übernehmen sollen.

Bruck am Ziller

Nach einer verregneten aber dennoch ruhigen Nacht, fanden wir in Lenggries eine kleine Bäckerei wo wir zu überraschend günstigen Preisen frühstücken konnten. Kein Wunder, dass der Laden rappelvoll war. Dann besorgten wir noch kleine Geschenke für die Zwillinge und los ging es Richtung Grenze.
Keine halbe Stunde später ließen wir Deutschland hinter uns und fuhren unzähligen Abenteuern entgegen. Das erste sollte nicht lange auf sich warten lassen. Der Bauernhof, zu dem wir wollten, lag natürlich nicht im Tal, sondern auf rund 1.000 m Höhe . Und da es sich um ein eher kleineres Örtchen handelt, sind die Straßen dort deutlich schmaler und die Kurven enger. Vorsichtig im zweiten Gang ging es an die ersten Anstiege. Nach einigen Serpentinen konnte Andrea einen grandiosen Blick ins Tal genießen, während Frank sich krampfhaft darauf konzentrierte, nicht von der Straße abzukommen. Wir konnten nur hoffen, dass uns jetzt kein Auto entgegenkommt, denn Platz zum Ausweichen gibt es nicht. Dann endlich hatten wir den Hof erreicht und konnten uns ein Lob an Felía nicht verkneifen.

Wenn euch unsere Homepage gefällt und ihr gerne mehr Beiträge lesen wollt, würden wir uns freuen, wenn wir durch eure Unterstützung die Homepage mit weiteren Reiseerlebnissen füllen können.

Trinkgeld geben per PayPal

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird selbstverständlich nicht veröffentlicht.

Ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und bin mit diesen einverstanden.
Folgende Felder bitte frei lassen!