Von Genua nach Livorno
Wir wollten natürlich weiterziehen und fuhren deshalb noch ein Stück weiter Richtung Süden - in der Hoffnung, dass uns dort vielleicht etwas mehr Sonne auf den Kopf scheinen würde. Uns zog es in die Gegend von La Spezia. Hier wollten wir durch die Cinque Terre wandern, so wie es die Touris eben machen, doch dann kam alles etwas anders als wir dachten.
Genua bis Pisa
Portofino
Von Genua führen 2 Wege in Richtung Süden. Die Autostrada, welche mautpflichtig ist, oder die landschaftlich schönere Strecke
entlang dem Meer. Klar, welche Route wir wählten. Okay, dafür musste Frank die Felía durch endlose Kurven und über
schlechte Straßen durch die vielen kleinen Dörfer manövrieren.
Bei Pedale ließen wir schließlich das Auto stehen, um das kleine Örtchen Portofino zu besuchen. Von hier aus fährt
eigentlich ein Bus direkt dorthin. Doch während wir gemütlich den Küstenweg entlang schlenderten, konnten wir uns einfach
nicht entscheiden, an welcher Haltestelle wir zusteigen sollten. Egal - wir fanden den Weg an der Küste entlang so schön, dass wir
plötzlich die gesamte Strecke von gut 3,5 km zu Fuß nach Portofino gelaufen sind, da wir immer wieder ins Staunen kamen, welch
hübsche Blicke sich aufs Meer und auf die Landschaft boten. In Portofino angelangt, dachten wir, ganz in italienischer Marnier, dass
jetzt ein Caffè doch schön wäre - so schön mit Blick aufs Meer und der atemberaubenden Kulisse. Bis wir einen Blick
auf die Preise warfen. Ganze 7€ sollte ein kleiner, stinknormaler Espresso kosten. Wohlgemerkt kostete dieser in Mailand z.B. gerade mal 1
- 1,30€. Nein danke, diese Touri-Preise wollten wir nicht mitmachen und zogen entsprechend mit dem Argument ab, dass es uns zu teuer ist.
Verblüffenderweise waren trotz allem andere Leute wohl blöd genug, sich die schöne Kulisse und den Kaffee entsprechend kosten
zu lassen.
La Dolce Vita finden wir auch wo anders und günstiger.
Etwas abseits vom Hafen fanden wir ein kleines Eiscafé, bei dem der Espresso deutlich günstiger war - aber bitte nicht setzen,
das kostet extra - doch das Eis (immerhin Bio und anderweitig speziell laut Werbung) auch recht teuer war. Egal. Es war sonnig, wir freuten
uns über das Wetter, den schönen Tag und das beeindruckende Panorama, das wir hier in Portofino hatten - man gönnt sich ja
sonst nichts und man soll ja auch mal genießen. Schließlich sind wir ja nicht umsonst die Weltgenießer. Das Eis war aber
dann auch tatsächlich sehr lecker!
Wir wanderten noch einen Pfad entlang, vor zur Landspitze, bevor wir dann - dieses Mal mit dem Bus - zum Parkplatz zurückfuhren.
Von dort ging es weiter, bis wir kurz vor La Spezia einen kostenfreien Parkplatz fanden, der ganz nett an einem Flußlauf in einer
Mini-Ortschaft lag. Hier wollten wir nächtigen.
Es gab sogar in dem kleinen Ort eine Bar, in der wir am nächsten Tag was frühstücken konnten.
Der Plan war, am nächsten Tag nach La Spezia zu fahren und von dort eine Wanderung in den Cinque Terre zu unternehmen, da diese zum
UNESCO Weltkulturerbe zählen.
Doch leider hatte sich einer von uns was eingefangen gehabt und musste mit Magen-Darm-Problemen kapitulieren. Deswegen blieben wir an
diesem Stellplatz, der immerhin ruhig und kostenfrei war, länger als gedacht. Auch der Regen, der dann in der zweiten Nacht runterkam
mit Graupelschauern, ließ uns neue Pläne schmieden. Denn im Internet recherchierten wir, dass man die Cinque Terre nicht
unbedingt bei schlechtem Wetter entlang wandern solle, da es rutschig und somit unangehem und gefährlich sein könnte.
Also beschlossen wir, weiter Richtung Pisa zu fahren. Dort sollte das Wetter etwas besser sein - leider galt das nicht für die
Magen-Darm-Beschwerden. So blieben wir zunächst notgedrungen auf einem Stellplatz, der sich allerdings als echter Glücksgriff
entpuppte. Der kleine Campingplatz liegt idyllisch an einem See und wird von einem sehr netten Ehepaar betrieben. Für unseren
Genuss-Bus fanden wir dort einen angenehmen Platz, der sich perfekt eignete, um sich ein paar Tage zu erholen. In einem gemütlichen
Gemeinschaftsbereich konnten wir sogar ein wenig Homeoffice machen - oder einfach nur entspannen und die Krankheit auskurieren. Ganz
ehrlich: Es hätte deutlich schlimmer kommen können.
Doch dann wollten wir uns doch endlich mal Pisa anschauen.
Pisa
Dafür fuhren wir die gerade mal 10 km lange Strecke mit dem Auto in die Stadt, fanden einen Parkplatz und waren eigentlich auch schon
direkt am Domkomplex mit dem berühmten Schiefen Turm von Pisa. Wie beeindruckend, direkt dort zu sein und wirklich das Gefühl zu
haben, der Turm könne jeden Augenblick umfallen. Natürlich durfte daher das obligatorisches Foto, dass man den Turm
stützen wolle, nicht für die Sammlung im Fotoalbum fehlen 😉!
Aber Pisa hat ganz klar noch viel mehr zu bieten, als nur den berühmten Domplatz. Daher schlenderten wir die Gassen der Altstadt
entlang und ließen uns treiben, um Pisas weitere netten Ecken zu erkunden. In der Nähe vom Bahnhof gibt es eine Hauswand, die von
dem Künstler Keith Haring gestaltet wurde - das sind die berühmten lustigen bunten Männchen. Klar, machten wir uns einen
Spaß daraus, uns ebenfalls in unmögliche Positionen zu verrenken. Das muss doch sein!
Pisa bis La Spezia
Lucca & Montecatini Terme
Nach der schönen Stadt Pisa zog es uns weiter in Richtung Florenz, ebenfalls wieder eine sehenswerte Stadt und UNESCO Weltkulturerbe.
Doch zuvor kamen wir in Lucca vorbei, einem netten Städtchen, das einen Zwischenstopp wert ist, da hier der Tourismus noch nicht so
sehr angekommen ist. Wir fanden es einfach angenehm in dem Moment machen und tun zu können, wonach uns ist, ganz flexibel und so, wie
es sich für uns gerade richtig anfühlte. Das nennen wir „Welt genießen“ und wir lebten es so richtig aus.
Um in die Stadt hineinzugelangen, entdeckten wir zufällig einen Zugang an der alten Stadtmauer, der uns mitten in die Stadtmauer
hineinführte: Soll heißen, dass wir erst mal ganz geheimnisvoll durch einen engen Gang durch mussten, der eine Windung machte und
plötzlich standen wir inmitten einer großen Halle. Von hier aus ging es jedoch an einer versteckten Stelle weiter, um wieder aus
der Stadtmauer raus, hinein in die Altstadt zu gelangen. Wow, ein ziemlich eindrucksvoller Zugang zu einer Stadt.
Besonders sehenswert ist auch der ovale Innenplatz Piazza dell'Anfiteatro, der von Häusern und Restaurants umsäumt ist. Die
ungewöhnliche Form geht auf ein römisches Amphitheater zurück - heute sitzt man dort bei einem Kaffee oder Essen, wo
früher Gladiatoren kämpften. Und klar fanden wir auch die Statue des berühmten italienischen Komponisten Giacomo Puccini, der
hier geboren wurde und in dessen Geburtshaus sich ein Museum über sein Leben und seine Werke befindet. Doch angesichts der Tatsache,
dass wir dann doch noch ein bisschen auf unser Budget achten müssen, fuhren wir weiter zu unserer nächsten Station.
Da wir bereits Franzensbad und Marienbad besichtigt hatten, wollten wir eine der weiteren großen Bäderstädte besuchen:
Montecatini Terme. Leider mussten wir vor Ort feststellen, dass es hier eine Nebensaison zu geben scheint, da alles wie ausgestorben wirkte
und die Tore der Therme verschlossen waren. Uns blieb somit nur ein Blick auf den markanten Hauptzugang und durch die Gitter.
Daher konnen wir uns zusätzlich die Zeit nehmen, eines der vielen Palazzi der Medici zu besichtigen. Also legten wir einen weiteren
Zwischenstopp in Cerreto Guidi ein, um den gleichnamigen Palazzo anzuschauen. Am Palazzo fanden gerade Malerarbeiten für die
nächste Saison statt. Unser erster Gedanke: Schade, dann wird das wohl nichts mit einer Besichtigung. Doch plötzlich sprach uns
eine Frau an, die offenbar zum Personal gehörte. Ob wir auch das Innere anschauen wollten? Natürlich wollten wir! Wir zahlten
gerne den Eintritt - und hatten die Villa anschließend komplett für uns allein.
Für die Nacht fanden wir den Agritourismo-Stellplatz
BIO & BRADO über Park4Night. Hier durften wir entweder
für 15 € stehen oder konnten in dem zugehörigen Restaurant essen.
Das besondere bei diesem Hof ist, dass sie unheimlich viele Tiere haben: Esel, Schafe, Ziegen, Ponys, Hühner, Enten, Gänse, 2
Hunde, 4 Katzen, 2 Strauße, 2 Emus, 2 Alpakas und sogar ein Skunk in beige und weiß (nicht das typische schwarz-weiße
Fell). Zudem gab es ganz viele Schweine. Sogar 11 kleine Ferkelchen hatte eine Muttersau, die unheimlich süß quickten und manche
neugierig ankamen, um sich die Schnauzen streicheln zu lassen.
Klar, dass wir dann natürlich auch auf dem Hof von den eigenen Produkten probieren wollten.
Firenze
Firenze - bei diesem Namen denkt man doch sofort an große italienische Opern. Oder zumindest Andrea? Sie hatte mal wieder eine Melodie in
Dauerschleife im Kopf, wohl eine der berühmtesten Sopran-Arien Puccinis (ja, den haben wir vorhin schon erwähnt), die sie mal
gelernt hatte. Die ganze Zeit trällerte sie die bekannten Zeilen der Arie von der bedeutenden Ponte Vecchio, die über den Arno
führt, des Liedes „O mio babbino caro“. Frank nahm es gelassen - es gibt definitiv schlimmere Ohrwürmer.
Klar, wollten wir nicht nur ein Foto der Brücke, sondern auch von der David-Statue des Michelangelo.
Aber unser Weg führte uns zunächst an den Boboli-Gärten vorbei. Doch der stolze Eintritt von 10 € ließ uns
zurückschrecken, sodass wir nur einen Blick durch die Tore mit Gitterstäben warfen.
Aber an einem Laden kamen wir dann nicht vorbei, ohne uns dort umzusehen: Hier gab es leckere handgemachte Pralinen und Eis. Wir konnten es
uns nicht verkneifen, ein Eis zu kaufen (vielleicht auch aus Frust oder als Trost?) - und auch wenn es teuer war, es schmeckte unglaublich
lecker und machte Lust auf noch mehr Sonnenstrahlen im Gesicht, angenehme Temperaturen und den herannahenden Frühling.
Und dann standen wir vor ihm, David: Diese Skulptur in Natura zu sehen, ist schon unglaublich imposant. Doch die aus Marmor gestaltete Figur
ist zudem nicht nur groß, sondern auch unheimlich fein herausgearbeitet worden. Wirklich ein Meisterwerk der Kunst.
Nach dem Palazzo Vecchio gelangten wir dann an ein weiteres imponierendes Kunstwerk von Florenz: Der Dom. Eindrucksvoll erhoben sich die
Kuppel und der Turm. Die Farben des Marmors in effektvollen Mosaiken und Mustern gestaltet, ließen uns den Atem rauben. Wow, wie
überwältigend.
Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Wir schlenderten durch die Gassen und schnuckeligen Ecken von Florenz und kamen am Markt vorbei.
Überall wurden wir dazu eingeladen, Salumi, Ölivenöle, diverse Aufstriche mit und ohne Trüffel und weitere Leckereien
zu probieren. So gesättigt gingen wir in die obere Etage des Marktes und fanden hier etliche Essensstände vor, die ihre leckeren
belegten Pane oder Nudelgerichte und Pizzen anboten. Viele Einheimische nutzen den Markt, um hier ihre Mittagspause zu verbringen - ein
lebendiger und sehr authentischer Ort.
Unsere Sightseeing-Tour führte uns anschließend noch zur Basilica di Santa Croce. Hier war es deutlich ruhiger als auf dem
Domplatz, und wir konnten uns einfach auf eine Bank setzen und die Sonne genießen.
Später überquerten wir den Arno und stiegen hinauf zum Piazzale Michelangelo. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick
über die Altstadt, den Dom und den Fluss. Natürlich war der Platz auch ein beliebter Treffpunkt für Instagram-Fotografen und
verliebte Pärchen. Für uns also gleich doppelt passend: ein paar Fotos für den Blog - und ein verliebtes Pärchen sind
wir ohnehin 😉.
Nach so vielen Hotspots der Stadt ging es wieder zurück zu unserem Stellplatz, bei dem wir müde nach einem Vesper ins Bett fielen.
Am nächsten Morgen wurden wir vom Krähen des Hahns geweckt. Dazu kamen noch allerlei andere tierische Geräusche: das Grunzen
der Schweine, das Bellen der Hunde, das Quaken der Frösche - und zu unserer Überraschung machten auch Alpakas und Strauße
ziemlich eigenwillige Laute. So aufzuwachen hatte auf jeden Fall etwas sehr Ländliches und war irgendwie ziemlich witzig.
Heute stand erst einmal ein praktischer Programmpunkt auf dem Plan: Waschtag. Also stopften wir sämtliche Tüten mit Wäsche
voll und fuhren in eine kleine Ortschaft zu einem Waschsalon. Nachdem wir in einem Laden schnell Münzen gewechselt hatten, liefen bald
zwei Waschmaschinen voller Schmutzwäsche. Während die Wäsche später im Trockner rotierte, gönnten wir uns in einem
nahegelegenen Restaurant ein gemütliches Mittagessen. Es gab ein günstiges Mehrgangmenü mit Primo, Secondo, Wasser und
Caffè, das wir uns teilten. Und weil in der Auslage so verführerische Törtchen standen, mussten wir natürlich auch
noch einen Nachtisch probieren.
Dann ging es wieder ab nach Firenze. Auf Instagram wurde das Eiscafé „Vivoli Affogato Bar“ gehypt, bei dem es ganz
besonderen Affogato (Espresso mit Eis) gibt. Hier konnte man von leckeren Sorten des besonderen Genusses wählen. Wir entschieden uns
für jeweils eine hochprozentige Variante. Der Preis war zwar ordentlich, aber es war echt mal was anderes und die Portion war das Geld
wert (mehr Eis als gedacht).
Und wieder ließen wir uns von der Schönheit der Stadt verzaubern, schlenderten durch die hübschen Gassen und waren ganz
begeistert von Florenz, dem Dom, dem David und dem Zauber der Medici.
Zum Abendessen gab es dann für uns Leckereien des Hofes: Wir hätten was von den Enten haben können, natürlich ganz viel
von den hauseigenen Schweinen in sämtlicher Variante (ob als Wurstware oder als Fleisch) und so entschieden wir uns für eine
Platte mit verschiedenem Schinken, Salami und Käse und einer Grillplatte sowie Spare Ribs.
Alles war unheimlich lecker und schmeckte wirklich vorzüglich und wir waren uns einig: Es ist eben doch ein Unterschied, ob man frisch,
regional und bio oder einfach nur Massenware isst.
La Spezia bis Livorno
Cinque Terre
Und wieder zogen wir weiter - wir entschieden uns, dass wir es doch noch mal mit den Cinque Terre versuchen wollten. Nachdem das Wetter
etwas beständiger sein sollte und es uns gesundheitlich auch wieder soweit gut ging, fuhren wir erneut zu dem Stellplatz, auf dem wir
schon einmal vor La Spezia standen. Zuvor schauten wir uns jedoch noch zwei der Medici Villen an: Bei der einen hätten wir auch unter
der Woche gegen Eintritt hineingehen können, die andere war nur am Wochenende geöffnet. Aber auch von außen konnte man schon
gut erkennen, dass die Medici zu ihrer Zeit offensichtlich sehr viel Geld besaßen. Anhand der Größe der Villen - und dem,
was man von außen erspähen konnte (Kronleuchter, aufwendig bemalte und mit Stuck verzierte Fresken an den Wänden usw.) -
ließ sich leicht vorstellen, dass diese Familie wohl eher das Problem hatte zu überlegen, wohin mit all dem Geld.
Am nächsten Tag ging es gleich in der Früh los, um nach La Spezia reinzufahren. Von hier aus fahren Züge in die 5 kleinen
Dörfer, die zu den Cinque Terre gehören und geben einem die Möglichkeit, diese ganz bequem zu besichtigen. Wir jedoch
wollten die Strecke an der Küste entlangwandern. Also fuhren wir nach Riomaggiore, dem südlichsten Ort. Kaum hatten wir den Ort
verlassen, mussten wir über unzählige steile Treppenstufen einen Bergkamm erklimmen. Dort angekommen führte ein ebenso
steiler Weg wieder hinab nach Manarola. Wieder auf Meereshöhe angelangt, gab es eine kleine Verschaufpause, bevor es weiter nach
Corniglia gehen sollte. Dies bedeutete jedoch, den nächsten Bergrücken zu erklimmenn und nach einer kurzen Gipfelrunde wieder
hinab zum Meer. Puh, der Weg ist deutlich anstrengender als gedacht.
Bei einem Blick aufs Höhenprofil und der noch folgenden Strecke wurde uns klar, dass wir lieber, um nicht bei Dunkelheit (es ist noch
immer Ende Februar/Anfang März) weiter wandern zu müssen, die Strecke auf zwei Abschnitte aufteilen sollten. Ok, man muss auch
dazu erwähnen, dass wir zuvor noch im Hafen von La Spezia nach einer Bootstour Ausschau gehalten hatten, das hatte Zeit gefressen.
Aber die Wanderung jedoch lohnte sich dann schon für uns, denn landschaftlich waren wir immer wieder beeindruckt von der
Schönheit der Natur und die hübschen Blicke, die wir auf die Dörfer, Berge und das Meer erhaschen konnten. Das war einfach
unglaublich!
Und dann stand unsere Bootstour an: Wir hatten im Yachthafen von La Spezia zufällig jemandem gefunden, der uns um die 3 kleinen Inseln
- Palmaria, Tino und Tinetto - (UNESCO Weltkulturerbe) fahren würde. Die Inseln selbst sind nicht zu besuchen, da sie Naturschutzgebiete
sind bzw. zur Marine als Stützpunkt gehören. Doch kann man mit einem kleinen Boot nahe genug heranfahren, um einen Eindruck davon
zu bekommen, wie es dort wohl ist.
Auf der Isola del Tino lebt wohl nur der Leuchtturmwärter. Wegen seiner klösterlichen Geschichte, ist die Insel zweimal im Jahr
der Öffentlichkeit zugänglich.
Und die dritte Insel „Tinetto“ ist tatsächlich winzig, dafür jetzt in der Vorfrühlingszeit umso schöner mit
lila Blümchen bewachsen. Unser Tourguide meinte, dass er selbst dies so noch nie gesehen hätte, da er hier sonst immer nur in der
Hauptsaison, im Sommer, unterwegs wäre.
Von dort wurden wir weiter nach Porto Venere gefahren, um dort am äußeren Zipfel die Kirchenruine mit einer unterhalb gelegenen
kleinen Bucht vom Boot aus zu erkunden. Hier war das Wasser an der kleinen Höhle fast schon karibisch türkisblau. Der Blick, den
wir auf die Kirchruine hatten, war wohl einer, den nur wenige Besucher von Porto Venere erhaschen können, da die wenigsten solch eine
Bootstour überhaupt machen.
Derart beglückt von den wunderschönen Dingen, die wir ansehen durften, fuhr uns der Guide noch an den Hafen von Porto Venere. Hier
konnten wir uns in dem Städtchen etwas umschauen, konnten direkt zur Kirchruine laufen und die kleinen netten Gassen erkunden. Dann
ging es wieder aufs Boot und über die Bucht zur anderen Küstenseite. Dabei überraschte unser Guide uns noch mit einem kleinen
Snack zwischendurch: Es wurde ein Prosecco, nur für uns, geköpft, dazu gab es leckere Stücke von einem Focaccia. Wir packten
noch selbst mitgebrachte Kekse aus - so konnte man mal wieder La Dolce Vita genießen, so wie es uns gefällt.
In dem kleinen Örtchen Lerici angekommen, gingen wir in eine kleine Bar direkt am Hafen - hauptsächlich, um dort was zu trinken
und die Toilette aufzusuchen. Hier wurde gute Musik gespielt, der Barkeeper sang mit und wir taten es ihm gleich - das war ein Leichtes und
in unserem angeheiterten Zustand durch den leckeren Prosecco, gelang es uns umso besser. Schnell wurde die leere Bar brechend voll, da hier
so gute Stimmung herrschte. Aber wir mussten weiter, wenn wir uns in Lerici noch ein wenig umschauen wollten, bevor unsere Bootsfahrt
fortgesetzt wurde.
Wir fanden wieder kleine hübsche Straßen und Ecken, sogar einen Tunnel, den wir neugierig durchliefen. Wir kamen am anderen Ende
der Hafenbucht wieder raus, sodass wir entlang der Hafenprommenade wieder zurück zum Boot spazieren konnten.
Weiter ging unser Trip auf dem Wasser entlang anderer schöner Hafenstädtchen. Wir bekamen zudem viel erklärt über die
Werft von La Spezia, zwei große Yachtwerften, das dortige Militär sowie einer etwas unspektakulären Yacht, die hier im Hafen
liegt. Diese gehörte dem im September 2025 verstorbenen Modedesigner Giorgio Armani. Die Erben der Yacht sind jedoch wohl seit seinem
Tod nicht mehr mit der „Main“ hinausgefahren. Und auf unsere Frage, ob man denn die Besitzer der Yachten sehen würde, wurde
uns erklärt, dass eigentlich nur die Crew der Boote sich dort aufhält und die Luxus-Schiffe nur dann rausfahren, wenn die
Besitzer, die meist irgendwo anders wohnen, mal wieder zur Spritztour hinausfahren wollen - was wohl eher selten passiert.
Nach so viel tollen Erlebnissen fuhren wir nach unserer Bootstour wieder zu unserem Stellplatz für die Nacht.
Erneut ging es für uns nach La Spezia, um die zweite Teilstrecke zu wandern. Da wir uns Riomaggiore beim ersten Wandertag nicht
wirklich angeschaut hatten, sondern gleich voller Energie und Euphorie losstarteten, wollten wir uns zumindest dieses Mal noch ein bisschen
umschauen. Wir schlenderten herum und fanden einen schönen Spot, von dem wir einen wunderbaren Blick auf die Klippen und das Meer
hatten.
Danach stiegen wir wieder in den Zug, um nach Corniglia zu fahren. Hier begann unsere zweite Etappe, die wir wandern wollten. Dieses Mal
erwarteten uns zwei kleinere Steigungen, die gut zu bewältigen sein sollten. Und in der Tat war diese Teilstrecke deutlich leichter und
angenehmer zu wandern als die Tour zuvor.
Uns kamen irgendwann mal Pfälzer entgegen, bei denen Andrea gleich das „Babble“ anfing, denn der Mann erzählte, dass
er ganz in der Nähe von Andreas Kinderstube bei einer dortigen großen Firma arbeitet. Wir tauschten uns rege aus über das
Reisen, Camping, Instagram, Fotoausrüstungen und vielem mehr. Nach dieser netten und unterhaltsamen Verschaufpause konnten wir
problemlos weitermarschieren. Und wir stellten fest, dass diese Teilstrecke uns landschaftlich zudem noch viel besser gefiel, als die
Strecke zuvor.
An einer Stelle wurde gerade ein neues kleines Café angelegt - mit hübschen Sitznischen in alten Weinterrassen. Rundherum
wuchsen Orangen- und Zitronenbäume, Lavendel und Rosmarin, dazu kleine Tulpenbeete. Schon jetzt konnte man sich vorstellen, dass das
später ein wunderbarer Platz für eine kleine Erfrischung mit Meerblick sein würde. Ach, so lässt es sich aushalten!
Und auch die Ortschaften, die wir dieses Mal ansteuerten waren ganz schnuggelig und boten einem nette Fotomotive. Und da das Wetter zudem
mitspielte, konnten wir sogar endlich mal so richtig Vitamin D tanken und im T-Shirt rumlaufen.
Plötzlich raschelte was im Gebüsch! Eine Schlange! Nach späterer Recherche handelte es sich hierbei um eine Gelbgrüne
Zornnatter - so lernt man auf Wanderungen noch Tiere kennen, von denen man noch nicht gehört hatte.
Der Weg zum nächsten Dorf war wieder von beeindruckender Natur geprägt. Ständig bot sich uns ein toller Blick über das
Meer, umsäumt von betörend duftenden und weiß blühenden Baumheiden und bläulich blühendem Rosmarin. In
schattigen Bereichen entdeckten wir sogar Veilchen entlang eines kleinen Bachlaufs. Hier war der Frühling wahrlich schon angekommen.
Fazit: Die Wanderung zu den Cinque Terre ist definitiv lohnenswert. Wenn man sich jedoch das Höhenprofil anschaut, dann geht es zweimal
hintereinander über Treppenstufen steil den Berg hinauf und ebenso wieder hinab. Das geht ordentlich in die Beine und auf die Pumpe.
Erst der Abschnitt zwischen Corniglia und Monterosso fällt etwas gemütlicher aus. Wer also Knie-, Hüft- und/oder
Rückenprobleme haben sollte, könnte hier durchaus an seine Grenzen kommen! Das hätten wir jedenfalls so echt nicht gedacht.
Wir waren jedenfalls froh darum, dass wir die Option hatten, die Strecke in zwei Teilen laufen zu können. Alternativ kann man aber auch
die einzelnen Orte sehr gut mit dem Zug erreichen. Die Tickets sind erschwinglich und die Züge fahren ca. stündlich.
Wir würden aber empfehlen, außerhalb der Hauptsaison die Tour zu unternehmen, um den heißen Tepmeraturen und dem
Massenandrang zu entgehen. Uns störte es auch nicht, dass noch nicht alle Lokale geöffnet hatten. Es gab ausreichend Alternativen.
Nach derart viel Natur, schönen Aussichten und malerischen Dörfer brauchten wir etwas Ruhe, um die Eindrücke verarbeiten zu
können. Wir zogen uns auf den uns schon bekannten Stellplatz nördlich von Pisa zurück. Die Besitzer und ihre Hunde freuten
sich sichtlich über das Wiedersehen.
Neben dem Ausspannen nutzten wir die Zeit aber auch sinnvoll: Wir arbeiteten an diesem Beitrag, sorgten im Genuss-Bus mal wieder für
etwas Ordnung und planten unsere weitere Reise. Eine Idee hatten wir nämlich bereits im Kopf.
Unweit von Pisa liegt der Ort Livorno. Die Stadt selbst hat nicht sonderlich viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dafür soll es
laut unserer Recherche von hier aus günstigere Fährverbindungen nach Sardinien geben als von Chevitavecchia. Na wenn das so ist,
dann bietet sich doch der Abstecher von Livorno aus an.
In der Hauptsaison muss man die Fähre sicher Monate im Voraus buchen. Jetzt Anfang März ging dies auch kurzfristig.
Und wenn man schon auf Sardinien ist und auch wieder runter will, warum nich gleich noch einen Abstecher nach Frankreich. Frankreich? Ja,
genau, die Nachbarinsel Korsika ist nur eine Fährstunde entfernt und gehört zu Frankreich. Erst La Dolce Vita auf Sardinien und
dann fühlen wie Gott in Frankreich auf Korsika - klingt nach einem Plan!
Also schnell noch alle Highlights und UNESCO-Weltkulturerbestätten herausgesucht, auf der Karte markiert und schon waren wir bereit
für die Insel.
San Gimignano
Oder auch nicht! Bis unsere Fähre ablegen sollte, hatten wir noch ein paar Tage Zeit. Was machen wir bis dahin? Langeweile kam
jedenfalls nicht auf. Uns zog es nach San Gimignano, dem Ort mit den vielen Türmen. Und natürlich UNESCO-Weltkulturerbe. Wegen
seiner charakteristischen Skyline wird der Ort auch als „mittelalterliches Manhatten“ bezeichnet.
In San Gimignano trieben es die wohlhabenden Familien früher wortwörtlich auf die Spitze - oder sollten wir sagen: auf die
Türme 😉. Um seinen Reichtum und Macht zu demonstrieren, baute man einen Turm und der musste selbstverständlich höher
sein als jeder andere im Ort. Blöd nur, dass der Nachbar das nicht akzeptieren wollte und seinerseit seinen Turm aufstockte. Also was
blieb einem übrig? Klar, noch einmal nachlegen. So entstanden in San Gimignano 72 hohe Türme, die in den oberen Etagen
üblicherweise ungenutzt blieben. War ja nur ein Statussymbol.
Heute strömen Massen an Touristen in den Ort, um die verbliebenen 14 Türme zu bestaunen, und belagern die Gassen. Ein Glück,
dass noch Nebensaison war. Wir konnten noch atmen und mit etwas Abwarten gelangen sogar Bilder fast ohne Menschen.
An einem Touri-Spot konnten wir allerdings nicht vorbei: In San Gimignano soll es das weltbeste Eis geben. Diese großspurige
Behauptung musste von uns genauer unter die Lupe genommen werden. Also gleich vorweg, die Auswahl ist üppig und die
Geschmacksrichtungen reichen von normal über interessant bis hin zu außergewöhnlich und kreativ-speziell. Die Preise sind
zu unserem Glück erschwinglich trotz Touri-Hotspot und Insta- und Google-Hype. Nachdem auch wir uns in die Schlange eingereiht hatten
- sie ist tatsächlich sogar auf Google Maps sichtbar -, konnten wir tatsächlich ungewöhnliche und verblüffend leckere
Eissorten genießen.
Um die Kalorien wieder zu verbrennen, zogen wir durch den Ort und erkundeten die vielen kleinen Gassen und hatten immer wieder neue
spannende Perspektiven auf die verschiedenen Türme. Zudem lockten in den schnuckeligen Gassen diverse Läden mit lokalen Produkten,
wie Schinken, Käse und Wein.
Doch über altes Pflaster zu laufen macht bekanntlich wieder hungrig. Auf den versteckten Platz neben dem Dom entdeckten wir dafür
genau das Richtige. Dort befindet sich der kleine Laden Cecca. Dort wird ein riesiges Brötchen angeboten, welches ganz nach den
Gelüsten der Kundschaft gefüllt wird. Empfohlen wird eine Combo bestehend aus reichlich Mortadella oder Salami, dazu Pecorino und
einem süßlichen Zwiebelrelish. Die Portion für 10 € reicht durchaus für zwei Personen und schmeckt hervorragend.
Dann war es leider auch schon wieder Zeit zum Weiterziehen. Wir wollten noch in die Nähe von Siena fahren und vielleicht sogar noch in
den Ort hinein.
Colle di Val d'Elsa
Daraus wurde dann aber nichts. Die Route führte uns an Colle di Val d'Elsa vorbei. Noch nie gehört? Wir auch nicht. Aber der
Anblick der Porta Nuova und der Altstadt auf dem Bergrücken veranlasste uns spontan, auf dem nächstbesten Parkplatz anzuhalten.
Der kurze Spaziergang durch die Altstadt dauerte dann zwar über eine Stunde, dafür gab es hier - zumindest in der Nebensaison -
praktisch keine Touristen. So konnten wir die Gassen und Plätze ganz in Ruhe und ohne Trubel erkunden.
Ob das in der Hauptsaison auch so ist, können wir nicht beurteilen. Aber das Örtchen ist auf jedenfall einen Ausflug wert.
Noch schnell die Vorräte auffüllen und dann weiter Richtung Siena. Unseren Schlafplatz wollten wir heute nördlich von Siena
mitten in einem Waldgebiet aufschlagen. Doch kurz davor erhob sich plötzlich eine Festung auf einem Hügel. Was ist das?
Hoffentlich finden wir Zeit, das herauszufinden. Der Schlafplatz jedenfalls war sehr idyllisch und unfassbar ruhig. In der Nacht weckte uns
nur ein Waldkauz mit seinen Rufen. Sonst hörte wir nichts außer Stille.
Siena & Monteriggioni
So ausgeruht konnten wir mit neuem Entdeckerdrang Siena ansteuern. Doch zunächst mussten wir einen Parkplatz finden. Denn ganz
plötzlich standen wir vor einer Kreuzung und nichts ging mehr. Wir waren mitten in ein Radrennen hineingeraten. Jedes Jahr Anfang
März findet in Siena die Strade Bianche statt. Am Samstag ist das Profirennen und am Sonntag folgt das offene Rennen für alle.
Okay, der gewünschte Parkplatz lag - wie kann es anders sein - innerhalb der Sperrzone. Nach einiger Suche fanden wir einen etwas
beengten aber immerhin kostenlosen Platz. Dafür mussten wir gute drei Kilometer in die Stadt laufen, aber was soll's, wir hatten
ja Zeit.
Als erstes kamen wir so zum Fortezza Medicea. Der wuchtige Festungsbau diente offenbar als Startpunkt des Radrennens, dennoch konnten wir
es kostenfrei besichtigen und von der Festungsmauer einen Blick auf die Altstadt von Siena werfen. Bereits dieser Blick machte Lust, in die
Gassen einzutauchen und die malerischen Plätze zu erkunden.
Ein kurzer Fußmarsch reichte aus, um die Via dei Montanini zu erreichen, die uns zielsicher zu Piazza del Campo führte. Die
Piazza del Campo ist der bedeutendste Platz Sienas. Hier wird zweimal im Jahr das legendäre Pferderennen Palio di Siena ausgetragen.
Heute gab es zwar ebenfalls ein buntes Spektakel, allerdings eher eines für Radfans. Der Platz war Zielbereich des Rennens und
entsprechend von Fahrrädern, Helmen und bunten Trikots bevölkert.
Egal, die Einwohner der Stadt sind sichtlich stolz und so sind die Straßen und Schaufenster ganz im Sinne des Events dekoriert. Wir
zogen es hingegen vor, dem Trubel zu entkommen und uns lieber im Gassengewirr zu verlieren. Zunächst ging es zum Antico Mercato und
anschließend weiter zum Duomo di Siena. Dies bedeutete jedoch, einige steile Gassen hinaufzusteigen. Aber der Anblick der dekorativen
Fassade ist die Anstrengung wert. Bemerkenswert ist, dass der Dom nie vollendet wurde. Heute existiert nur das Nordseitenschiff des Doms.
Aus verschiedensten Gründen wurde der Bau um 1357 endgültig eingestellt. Hätte man den Bau tatsächlich vollendet,
hätte der Dom in Siena den Petersdom in Rom - damals die größte Kirche der Welt - übertroffen.
Inzwischen war es Mittag geworden und ein kleines schnuckeliges Café lud uns zu einer Pause ein, bevor wir gemütlich durch die
Gassen der Altstadt zur Basilica di San Francesco hinüber schlenderten und unterwegs an der Chiesa del Santo vorbeikamen.
Damit hatten wir die Altstadt von Siena erkundet und wir machten uns auf den Weg zurück zum Genuss-Bus und kehrten noch einmal
für einen Kaffee in eine kleine Bar ein. Für die Nacht sollte es wieder zu unserem Stellplatz von gestern gehen. Doch zuvor
mussten wir noch diesen Festungsbau erkunden. Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um den winzigen Ort Monteriggioni.
Eingeschlossen von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer inkl. Wehrtürmen und auf einer Anhöhe gelegen ist es scheinbar
ein Touristenmagnet. Wir betraten durch das Porta Franca den Ort, der heute komplett auf den Tourismus ausgerichtet ist und aus lediglich
einem Platz einer Hauptachse und zwei drei kleineren Gassen besteht. So war es kein Wunder, dass wir schon nach etwa einer halben Stunde
alles gesehen hatten. Aber das war auch gut so. Schon bei unserer Ankunft war ein Reisebus vorgefahren. Als wir zum Parkplatz
zurückkehrten trafen trotz der schon fortgeschrittenen Tageszeit fünf weitere Reisebusse mit Touristen ein.
Da zogen wir uns lieber wieder zu unserem ruhigen Schlafplatz zurück und schmiedeten noch Pläne für den kommenden Tag.
Volterra & Livorno
Wegen unserer Fährüberfahrt nach Sardinien mussten wir nun nach Livorno. Da wir zudem spätestens 2 Stunden vor dem Ablegen
eingecheckt haben sollten, wollten wir möglichst in der Nähe übernachten. Die rund 2-stündige Autofahrt nach Livorno
wollten wir noch mit einem kleinen Zwischenstopp auflockern und fanden den Ort Volterra. Die Stadt gilt mit ihrer spektakulären Lage
als eine der schönsten der Toskana. Ihre Geschichte reicht bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurück, als sich mehrere etruskische
Siedlungen zusammenschlossen und eine der bedeutendsten Städte Etruriens entstand.
Wir dachten, dass wir uns hier mal eine Stunde lang umsehen und dann den Rest des Tages in Livorno verbringen. Weit gefehlt! Am Ende wurden
über zwei Stunden daraus, denn es gab einfach unfassbar viele Gassen zu erkunden und hinter jeder Ecke gab es einen neuen
faszinierenden Blick auf die geschichtsträchtige Stadt. Egal, Livorno ist ohnehin mehr eine Hafenstadt als ein sehenswerter Ort.
Schließlich erreichten wir Livorno um die Mittagszeit. Dies gab uns die Gelegenheit, direkt am Hafen mit Blick auf das Fortezza
Vecchia frittierte Meehresfrüchte zu genießen. Gestärkt schlenderten wir etwas durch Livorno und ließen uns einfach
treiben.
Zum Abschluss des Tagen stockten wir noch unsere Vorräte auf, um für die morgige Fährüberfahrt gerüstet zu sein.
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